Einblicke in aktuelle Augenoptik und Augenheilkunde

„Augen auf Brandenburg“ lautete das Motto des gleichnamigen Symposiums am Abend des 28. April 2021, das mit 89 Teilnehmenden gut nachgefragt war. Veranstaltet wurde das Online-Symposium vom Studiengang Augenoptik / Optische Gerätetechnik (AOG) der Technischen Hochschule Brandenburg und vom Clustermanagement Optik und Photonik bei der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH.

Die Initiatoren richteten den Fokus auf verschiedene augenoptische Themengebiete. So referierte Dr. Andreas Hartwig vom Hartwig Research Center in Heikendorf bei Kiel über „Präventionsmaßnahmen bei Myopieprogression“, die nicht nur durch verschiedenartige Kontaktlinsen möglich sind, sondern auch über Medikamente und neu auf dem deutschen Markt eingeführte Brillengläser. Prof. Dr. Justus Eichstädt, Leiter des Studiengangs AOG, berichtete von seinem aktuellen Forschungsthema „Biometrie in der Augenoptik: Theorie und Anwendung“, das sich mit biometrischen Vermessungen und Berechnungen des Auges auseinandersetzt. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten geben neue Impulse für die Weiterentwicklung optometrischer Geräte und verschiedene Transfermöglichkeiten in die augenoptische Wirtschaft. Nach den eher (augen-)optischen Vorträgen wurden Augenerkrankungen näher beleuchtet. Anne Thier vom Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie der Medizinischen Hochschule Brandenburg präsentierte in ihrem Vortrag „Ich habe dann gelernt, dass mein Leben sich ändern muss – Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) aus Sicht von Betroffenen“ über die Schwierigkeiten, die AMD-Erkrankte haben, und wie schwer es ist, mit dieser Krankheit umzugehen. Sie gab eine Übersicht existierender Hilfsangebote und hob hervor, wie wichtig es ist, diese zu verbreiten. Daran konnte Prof. Dr. med. Anja Liekfeld anknüpfen. Sie betrachtete die unterschiedlichen Krankheiten wie AMD aus medizinischer Sicht und nahm die Zuschauerinnen und Zuschauer im Vortrag „Augen-Diagnostik im Dialog“ auf eine spannende Reise durch die häufigsten Augenkrankheiten mit. In einem Quiz konnten diese ihr Wissen selber testen.
Nach so viel fachlichem Input gab es noch die Möglichkeit, verschiedene Fragen zu stellen, was zur Freude des Organisationsteams rege genutzt wurde. Alles in allem war die Veranstaltung sehr abwechslungsreich, spannend und durchaus für interessierte Laien geeignet. „Die digitalen Möglichkeiten eröffnen für solche Veranstaltungen Chancen für eine breitere und unkompliziertere Teilnahme, auch für die Zeit nach Corona“, so das Organisationsteam. Für das nächste Mal hat sich das Team vorgenommen, das Symposium wieder etwas persönlicher zu gestalten.

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